Die Mühle



Seit 2010 ist die Lindennaundorfer Bockwindmühle an ihrem neuen Standort auf der Festwiese im Betrieb zu besichtigen. Immer am Ersten Sonntag im Monat ist die Mühle von 14.00 Uhr bis 18.00 Uhr geöffnet (siehe auch Kalenderseite). Gruppen melden sich bitte an. Email und Telefon gibt es auf der Kontaktseite
Preis pro Person: 1€
Kinder frei

Eine kleine Mühlengeschichte

Die Lindennaundorfer Bockwindmühle lag von Miltitz kommend am südlichen Eingang des Dorfes auf dem Grundstück Mittelweg 1. Der Mittelweg wurde erst in den 1990er Jahren neu benannt und trug zuvor den Namen Mühlenweg. Gemahlen wurde hauptsächlich Getreide zu Schrot für Futterzwecke. Ursprünglich nur mit Windkraft betrieben, wurde ab 1930 mit dem Einbau eines Dieselaggregates eine alternative Antriebsart für Wind arme Zeiten geschaffen. 1939 wurde, u.a. wegen Kraftstoffknappheit der Betrieb auf Windkraft und Elektroenergie umgestellt. Ab 1952 wurde die Mühle nur noch mittels Elektromotor betrieben. Die Lindennaundorfer Mühle gehört zu den historischen und somit erhaltenswerten Gebäuden der Gemeinde! Von Miltitz kommend, wurde der Besucher durch diese alte Bockwindmühle begrüsst. Eine erste urkundliche Erwähnung fand im Jahre 1848 statt.
Mühle 1938
Das Baujahr der Mühle ist mit 1848 bekannt. Am 17. April 1879 verkauft der Guts- und Windmühlenbesitzer Herr Carl Friedrich Kanold an Herrn Carl Friedrich Ludwig Schmilinsky aus Lemsel das Gut mit Haus, Hof, Ställen und Garten sowie das Bockwindmühlengebäude für 17400,- Mark. (Abschrift Kaufvertrag mit Recognitionsschein vom 12. Juli 1879 mit einer Anzahlung von 4200 Mark.). Am 29. Juli 1879 wird ein weiteres Grundstück für 1469,- Mark von Karl Friedrich Eduard Stoye an den Mühlenbesitzer verkauft.
Mühle 2007
1975 wurde der gewerbliche Mühlenbetrieb nach 127 Jahren eingestellt. Für privaten Bedarf wurde in den 1980er Jahren noch gelegentlich geschrotet.1999 wird die Sanierung der Bockwindmühle durch die Gemeinnützige Markranstädter Beschäftigungs-, Entwicklungs- und Qualifizierungsgemeinschaft e.V. (MarBEG e.V.) thematisiert.2000 erfolgen erste Beratungen zwischen der Familie Bude, MarBEG e.V., Stadtverwaltung Markranstädt und Heimatverein Frankenheim-Lindennaundorf e.VUm den Zerfall der Mühle zu verhindern, wurde im Jahre 2007 innerhalb des Heimatvereins eine AG “Mühlenerhalt” initiiert! Diese AG hat sich gemeinsam mit der Familie Bude das Ziel gestellt, die historische Mühle zu Sanieren und Umzusetzen. Hierzu wurde im Bereich der im Jahre 2006 neu gestalteten Festwiese ein neuer Mühlenstandort ausgewiesen.2007 fand erstmalig eine Veranstaltung und öffentliche Präsentation der Mühle anlässlich des Deutschen Mühlentages mit fast 1000 Gästen. Seitdem ist immer am Pfingstmontag Mühlenfest
Mühle 2009
Mit Unterstützung großzügiger privater Geldgeber, der Stadt Markranstädt und dem ehrenamtlichen Engagement vieler Bürger der Gemeinde wurde die Mühle 2009 am alten Standort abgetragen und 2010 auf der Festwiese wieder aufgebaut. Die Mühle ist wieder in Betrieb und kann besichtigt werden.
Wiedereröffnung Mühle 2010

09.02.1898 Franz Ludwig Schmilinsky Mühlenbesitzer Verzeichnis im Grundsteuerkataster der Steuergemeinde Lindennaundorf
1926 Otto Striegler Mühlenpächter Handbuch der Amtshauptmannschaft Leipzig (7)
01.07.1927 Alfred Bude Mühlenbesitzer Kaufurkunde
1975 Roland Bude Mühlenbesitzer Erbschaft